Black Friday: So hilft die Cloud bei Lastspitzen im E-Commerce

Wie so vieles andere ist auch der Black Friday aus den USA zu uns rübergeschwappt.  Besonders der E-Commerce hat die Rabattschlacht für sich entdeckt und bietet satte Prozente auf aktuelle Waren, um das Weihnachtsgeschäft einzuläuten. Was neben dem Werberummel für den Black Friday aber nicht vergessen werden sollte, ist die Infrastruktur hinter dem Online-Shop. Sonst zwingen Lastspitzen durch steigende Besucherlasten diese ganz schnell in die Knie.

Am 24. November, dem Tag nach Thanksgiving in den USA, dürfen sich Onlineshopper in Deutschland über viele attraktive Angebote im Netz freuen. Gleiches gilt übrigens für den darauffolgenden Montag – den Cyber Monday – der ursprünglich als Antwort des E-Commerce auf den (Offline-)Shopping-Freitag galt. Mittlerweile feiert das Netz beide Tage – und darf jeweils mit hohen Besucherzahlen und Umsätzen rechnen.

Black Friday in Deutschland bekannt

Wie eine internationale Umfrage im Vorfeld des Black Friday 2016 herausfand, kannten zu der Zeit rund zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) die Begriffe Black Friday und Cyber Monday. 13 Prozent hatten diese Tage bereits gezielt fürs Online-Shopping genutzt. 44 Prozent der übrigen Befragten konnten sich vorstellen, in 2016 die Rabattaktionen zu nutzen. (Quelle: https://www.it-business.de/milliarden-umsatz-am-black-friday-und-cyber-monday-a-561663/)

 

Wenn die IT-Infrastruktur für den Besucherstrom jedoch nicht aufgestellt ist, kann es durch Lastspitzen zu langen Ladezeiten und schlimmstenfalls zu Serverausfällen kommen. Noch schlimmer ist es, wenn die Infrastruktur gleich mehrere Marken- oder Firmenauftritte bündelt. Denn dann sind automatisch sämtliche Online-Auftritte betroffen. Verärgerte Kunden und Umsatzeinbußen sind die Folge einer solchen Überlastung der Systeme.

Black Friday: Die richtige Strategie gegen Lastspitzen

Wer seinen Shop auf solche Peakloads vorbereiten will, hat zwei Möglichkeiten. Entweder man hält ständig genügend freie Serverkapazitäten für eine höhere Auslastung vor. Oder man nutzt die Option, weitere externe Ressourcen bei Bedarf hinzuzuschalten. Bei der Wahl der richtigen IT-Infrastruktur ist die Wirtschaftlichkeit ein zentrales Kriterium. Zudem spielen Ausfallsicherheit, Datensicherheit und Performance eine große Rolle. Daher entscheiden sich viele Shop-Betreiber für die wirtschaftlichere zweite Option: Sie ziehen externe Ressourcen nach Bedarf hinzu.

Lastspitzen Onlineshops
Abbildung: Die Auslastung von Online-Shops schwankt saisonbedingt oder nach Marketingaktionen

Lasten verteilen – Ausbaustufen mitdenken

Gerade multimediale Inhalte, die dem Kunden das Produkt schmackhaft machen sollen, sowie Verschlüsselungen, welche die Datensicherheit der Kunden garantieren, sorgen für eine erhöhte Last auf den Host-Systemen. Im ersten Schritt sollten daher die Datenauslieferung und die Operationsberechnung entkoppelt werden. So wird eine breite Skalierbarkeit ermöglicht.

Bereits kleine Shop-Betreiber sollten die Serverdienste nach Dienstgruppen aufteilen. Zum Beispiel in Web-, Datenbank-, Download-und Backend-Server. Dies muss nicht zwangsläufig auf dedizierten Servern geschehen. Es kann auch virtualisiert stattfinden. Besteht schon eine größere E-Commerce-Plattform mit Dedicated Load Balancern, Firewalls, Storage-Systemen, Failover-Cluster und Private-Cloud-Lösungen, lässt sich eine Erweiterung der Plattform sehr einfach bewerkstelligen. Wenn der Platzbedarf wächst, ist eine Erweiterung der Infrastruktur in die Cloud bereits optimal vorbereitet.

Lastspitzen in die Cloud auslagern

Wer seine Peakloads über eine Cloud-Lösung abfangen will, kann zum Beispiel zwischen der Business Cloud auf Basis von VMwares vCloud Director oder der Hyper-Scale Cloud von Microsoft Azure wählen. Sofern es um einfache „Infractructure as a Service“-Lösungen geht, ist eher die Business Cloud zu empfehlen. Diese ist wirtschaftlich und einfach zu implementieren. Microsoft Azure hingegen bietet weit mehr als nur Infrastrukturdienste. Es handelt sich vielmehr um fast unbegrenztes IT-Potenzial, das sich stundenbasiert hinzubuchen lässt. So können beispielweise fertige Load Balancer, Firewalls, CDN, VPN-Gateways oder Ähnliches aus dem Azure-Portfolio heraus betrieben werden. Zudem kann ein Azure-Kunde weitere 3rd-Party-Dienste aus dem Azure Marketplace beziehen, um die eigene IT-Lösung zu verfeinern.

Case Study Koelnmesse

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Nicht nur im E-Commerce bringen saisonal bedingte Lastspitzen Herausforderungen an die Infrastruktur mit sich. Erfahren Sie in dieser Case Study, wie die Koelnmesse GmbH erfolgreich auf eine wirtschaftliche Hybrid Cloud umgestiegen ist.

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Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit entscheiden sich viele Shop-Betreiber für eine solche hybride Scale-Out-Lösung. Damit ergänzen sie ihr klassisches Hosting um weitere Dienste aus der Cloud. Die Cloud-Plattform muss jedoch nicht zwangsläufig mit einer dezidierten Umgebung kombiniert werden. Sie funktioniert auch als hybride Cloud mit einer Cloud-Plattform auf beiden Seiten. Hier ist zum Bespiel eine Kombination einer Private Cloud mit einer Public Cloud für zusätzliche Workloads als gesamtheitliche Hybrid Cloud denkbar. Da Cloud-Services nur nach Nutzung abgerechnet werden, sind sie eine wirtschaftliche und flexible Ergänzung zur ganzjährig genutzten dezidierten Hardware. Zudem tragen sie entscheidend zur Ausfallsicherheit der Hosting-Lösung bei.