Cloud-Lösungen im Vergleich: Public Cloud, Private Cloud & Hybrid Cloud

Welche Arten von Cloud gibt es eigentlich und für welche Zwecke ist welcher Typ am besten geeignet? Zwar verraten die Bezeichnungen – Private, Public und Hybrid – schon grob, wie sich die einzelnen Varianten unterscheiden. Doch worauf müssen Sie als Unternehmen genau achten, wenn Sie sich für die Wolke entscheiden? Der folgende Vergleich bringt ein wenig Licht ins Dunkel.

Was ist Cloud Computing?

Cloud ist der Sammelbegriff verschiedener Dienste, die über das Internet angeboten und bezogen werden, wie zum Beispiel „Software as a Service“ (SaaS), „Platform as a Service“ (PaaS) oder „Infrastructure as a Service“ (IaaS). Das Bild der Wolke soll dabei verdeutlichen, dass es sich um einen Verbund aus mehreren Compute-Ressourcen handelt, deren Standort dem Nutzer nicht unbedingt bekannt ist.

Die Rechenleistung aus der Wolke können Sie als Kunde flexibel beziehen (schnelle Bereitstellung und kurze Laufzeiten). Zusätzlich sparen Sie die Anschaffung eigener Hard- und Software und müssen sich auch nicht um deren Überwachung und den Betrieb kümmern. Zusätzlich haben Sie keine ungenutzten Ressourcen, sondern beziehen und bezahlen nur die Leistungen, die Sie tatsächlich benötigen.

Als Nachteil der Cloud gilt die geringere Kontrolle über Ihre Daten im Vergleich zum Betrieb von dedizierten Servern, welche zudem eine höhere konstante Performance für permanente Lasten liefern.

Was ist Public Cloud?

cloud-loesungen-im-vergleich-1-800x200

Die Public Cloud ist wörtlich eine „öffentliche Wolke“.  Mehrere Nutzer verwenden gleichzeitig die dort zur Verfügung gestellten Dienste.

Sie gilt als die günstigste Option, da der Anbieter seine Dienste und Services für alle Kunden auf der gleichen Infrastruktur betreibt und somit durch die geteilten Ressourcen geringere Kosten entstehen.

Der große Nachteil dieser Lösungen ist, dass Sie als Kunde nicht wissen, mit wem Sie Ihre Infrastruktur teilen. Sie haben in vielen Fällen auch keinen Überblick, wo Ihre Daten gespeichert werden. Es sei denn, dass der Anbieter explizit auf den Standort der Infrastruktur hinweist. Die Verwendung einer Public Cloud sollten Sie somit bei geschäftskritischen Inhalten und vertraulichen Daten genau bedenken.

Insbesondere Cloud-Dienste von US-amerikanischen Unternehmen werden im Hinblick auf den Datenschutz eher mit Vorsicht betrachtet. Schließlich hat der EuGH im Oktober 2015 das Safe-Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA für ungültig erklärt. Der Gerichtshof sah den Datenschutz nach europäischem Standard im Rahmen des Abkommens nicht ausreichend gewährleistet. Zwar liegt mittlerweile ein Nachfolgeabkommen vor, das EU-US Privacy Shield, doch steht auch dieses bereits in der Kritik von Datenschutzexperten. Diese raten nach wie vor dazu, Anbietern aus der EU den Vorzug zu geben.

Whitepaper zum EU-US Privacy Shield

Download zum Thema

Lesen Sie mehr im Whitepaper zum EU-US Privacy Shield.

Jetzt kostenlos downloaden

Erfahren Sie mehr über die Public Cloud aus Deutschland bei PlusServer.

 

Was ist Private Cloud?

cloud-loesungen-im-vergleich-2-800x200

Die Private Cloud wird nicht etwa von einer einzelnen Privatperson verwendet, wie der Name vermuten lassen könnte. Sie ist vielmehr eine eigene Cloud für eine bestimmte, eingeschränkte Nutzergruppe – meist ist dies ein Unternehmen. So wurde dieses Modell ursprünglich auch in den eigenen Räumlichkeiten des Unternehmens betrieben. Mittlerweile übernehmen aber spezialisierte Anbieter immer häufiger den Betrieb der Infrastruktur in ihren Rechenzentren.

„Die Nutzung interner Private Clouds nimmt deutlich ab, während das Interesse an den anderen Private-Cloud-Konzepten nahezu unverändert ist. Die Ergebnisse belegen die zunehmende Bedeutung externer Dienstleister bei der Umsetzung von Cloud-Lösungen.“

(Cloud-Monitor 2016 von KPMG und Bitkom Research)

So muss das Unternehmen selbst kein Knowhow in diesem Bereich aufbauen und legt die Einrichtung und Wartung der Ressourcen einfach in die Hände des Providers. Durch Redundanzen schafft dieser zugleich eine sehr hohe Verfügbarkeit, was bei Unternehmensanwendungen essentiell ist.

Was das technische Konzept angeht, unterscheiden sich Private und Public Cloud nicht voneinander. Jedoch erfolgt der Zugang bei ersterer nicht über das öffentliche Internet, sondern über ein Intranet oder ein VPN (Virtual Private Network).

Genau wie bei der Public Cloud können die Mitarbeiter ihre Anwendungen (SaaS), Ressourcen (IaaS) oder Daten direkt aus der Wolke beziehen. Jedoch behält das Unternehmen die volle Kontrolle über seine Daten und Dienste. Da weder die Ressourcen an sich noch die Anbindung der Private Cloud mit anderen Kunden geteilt wird, bietet diese eine höhere Datensicherheit. Insbesondere bei geschäftskritischen Daten spielt dieser Faktor für Unternehmen eine große Rolle. Nicht umsonst halten Compliance-Anforderungen nach wie vor viele Unternehmen davon ab, ihre IT in die Wolke zu verlagern.

Whitepaper Serverperformance in der Private Cloud

Download zum Thema

Mehr Performance in der Private Cloud bei gleich niedrigen Betriebskosten? Das Whitepaper zeigt, wie es geht.

Jetzt kostenlos downloaden

Erfahren Sie mehr über die Private Cloud von PlusServer – in zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.

 

Was ist Hybrid Cloud?

cloud-loesungen-im-vergleich-3-800x200

Unter einer Hybrid Cloud versteht man eine Kombination aus den oben beschriebenen Modellen. Es werden aber auch Verbindungen aus der Wolke und eigener Hardware bzw. extern gehosteten dedizierten Systemen als Hybrid Cloud (oft auch Hybrid Hosting) bezeichnet. Eine hybride Lösung bietet die Möglichkeit, für jeden Workload die am besten geeignete Infrastruktur zu nutzen.

„Mit hybriden Cloud-Umgebungen können Speicher- und Rechenkapazität des eigenen Rechenzentrums, z.B. für Testing oder Marketing-Kampagnen mit IaaS, flexibel erweitert werden. Auf Applikationsebene stellt die Verknüpfung von CRM aus der Cloud mit einer On Premise ERP-Lösung einen weiteren Anwendungsfall dar.“

(Quelle: http://idc.de/de/research/multi-client-projekte/hybride-cloud-umgebungen-in-deutschland-2015-2016)

Konstanter Workload kann auf dedizierten Servern oder besonders sensible Daten in der Private Cloud verarbeitet werden, während temporäre Lasten in eine Public Cloud ausgelagert werden. Deren Ressourcen lassen sich je nach Bedarf flexibel hinzubuchen oder wieder abstellen. Die Kosten einer solchen Lösung sind weitaus geringer, als dedizierte Ressourcen für alle Fälle vorzuhalten, welche aber die meiste Zeit gar nicht genutzt werden.

Whitepaper Hybrid Cloud

Download zum Thema

Im Whitepaper lesen Sie mehr über die Hybrid Cloud als agile und kosteneffiziente Lösung.

Jetzt kostenlos downloaden

 

Nicht sicher, welche Cloud für Sie die beste ist?

Informieren Sie sich jetzt über Ihre optimale Managed Cloud bei PlusServer.